Konten Modell – Finanzorganisation mit wenig Aufwand

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Konten Modell

Zu Beginn der Reihe hast du deine Einnahmen und Ausgaben verglichen, diese in verschiedene Kategorien eingeteilt und geschaut wie viel du im Monat pro Kategorie ausgeben möchtest. Nun hast du auch ein Haushaltsbuch über 3 bis 4 Monate geführt, um zu schauen ob das eingeteilte Budget pro Kategorie auch wirklich eingehalten werden kann. Also hast du nun für jede Kategorie einen festen Betrag. Glückwunsch 😉.

Es gibt einen Weg, dass du dein Geld einfach und automatisiert verwaltest. Hierzu hilft dir das FinanzFrei³-Konten-Modell. Das Konten Modell basiert darauf, dass du kurz nach deinem Gehaltseingang alle Kosten von deinem Haupt-Girokonto direkt in andere Girokonten und Tagesgeldkonten überweist. So hast du auf dem Hauptkonto das über, was du zur freien Verfügung hast. Der große Vorteil dabei ist, dass das Sparen so nicht auffällt und du genau weist, was du zur freien Verfügung hast.

Konten Modell

Welche und wie viele Konten benötigst du?

Girokonten

Richte dir drei Girokonten ein. Ein Girokonto, vlt. eines, das du sowieso schon hast, wird dein Haupt-Girokonto. Hier kommen alle deine Einnahmen an. Das zweite Girokonto wird dein Lebensmittel/Heim-Girokonto und das dritte dein Kapital-Girokonto. Auf die genaue Verwendung und Strategie gehe ich weiter unten ein. Bedenke bei deiner Wahl der Girokonten, dass es kostenlos ist. Bei manchen bekommst du sogar bei der Eröffnung eine Startprämie. Ich habe dir hier eine Liste von entsprechenden Anbietern aufgelistet:

 

Tagesgeldkonto

Bei unserem Konten Modell variiert die Zahl der Tagesgeldkonten, je nach individueller Gestaltung. Ich würde dir empfehlen, alle Tagesgeldkonten bei einem Anbieter zu halten, so hast du einen besseren Überblick. Richte mindestens vier Tagesgeldkonten ein. Dabei hat jedes Tagesgeldkonto seine eigene Funktion: Finanzposter, Urlaub, Auto, Rückstellungen. Nachfolgend eine kleine Auflistung von Anbietern:

Infografik Konten Modell
Infografik Konten Modell **

Die Strategie hinter dem Konten Modell

Folgendes Szenario: Du bekommst zum 27. jeden Monats dein Gehalt in Höhe von 2.500 € und hast dir die Konten wie oben beschrieben eingerichtet. Was nun?

Haupt-Girokonto

Das Gehalt und generell alle Einnahmen bekommst du auf dein Haupt-Girokonto. Dieses Konto ist die Basis und von diesem aus fließt dein ganzes Geld gezielt in die Unterkonten. Dafür brauchst du nur ein paar Daueraufträge einzurichten, damit alles automatisiert abläuft.

Am Ende bleibt hier das Geld für deine Freizeitaktivitäten und für den Treibstoff deines Autos übrig. Gehen wir hier im Beispiel von einem Netto Einkommen pro Monat von 2.500 € aus.

Lebensmittel/Heim-Girokonto

Auf dieses Konto überweist du vom Haupt-Girokonto alle Kosten, die du zum Leben brauchst. Sagen wir, du hast folgende Kosten pro Monat:

600 € – Warmmiete
350 € – Lebensmittel
  65 € – Strom, Internet, etc.

Somit erstellst du deinen ersten monatlichen Dauerauftrag vom Haupt-Girokonto zum Lebensmittel/Heim-Girokonto in Höhe von 1.015 €, abbuchbar zum 29. des Monats.

Vom Lebensmittel/Heim-Girokonto erstellst du den Dauerauftrag für die Miete.

Alle Lebensmittel, die du verteilt im Monat kaufst, zahlst du dann mit der Girokarte dieses Kontos.

Kapital-Girokonto

Hier zahlst du im Grunde alle Restkosten, bis auf Treibstoff für das Auto und Freizeitaktivitäten, ein. Hier einige Beispielkosten pro Monat:

  50 € – KFZ-Steuern, -Versicherung
  30 € – Auto Reparaturpauschale
100 € – Rücklagen Auto
100 € – Finanzpolster
  20 € – Versicherungen
150 € – Urlaub
500 € – Bausparvertrag, Kapital, Rente

Somit würdest du einen zweiten Dauerauftrag zum 29. des Monats in Höhe von 950 € vom Haupt-Girokonto zum Kapital-Girokonto anlegen.

Nun hast du zum 30. des Monats noch 435 € übrig, welches du zur freien Verfügung und für die Benzinkosten deines Autos hast.

Tagesgeld-Konten

Die Tagesgeldkonten dienen dir als finanzieller Puffer, damit du bei Bedarf immer eine Stütze hast. Siehe es als eine Art private Finanzversicherung.

Vom Kapital-Girokonto Überweist du wiederum mithilfe eines Dauerauftrags monatlich die entsprechenden Kosten zu den dafür vorgesehenen Tagesgeldkonten.

 

Finanzpolster

Dieser Posten dient dir als Finanzversicherung. Sollte etwas unvorhersehbares passieren, bspw. hat deine Waschmaschine einen defekt. In diesem Fall kannst du dir die Kosten für eine neue Waschmaschine aus diesem Tagesgeldkonto entnehmen. Idealerweise solltest du 3 bis 6 Netto-Monatsgehälter auf diesem Finanzpolster haben. Versuch das Polster schnellstmöglich anzulegen. Du wirst merken, dass du dich mir zunehmen Poster sicherer und erleiteter fühlen wirst.

 

Rückstellungen (KFZ-Steuer, Versicherungen)

Versicherungen werden nicht immer monatlich abgebucht. Vor allem Autoversicherungen werden quartalsweise oder sogar einmal jährlich in voller höhe abgebucht. Damit du in diesen Monaten keine erhöhten Ausgaben hast. Ist es sinnvoll, dass du den Betrag runterrechnest auf die Kosten pro Monat. Diesen Betrag überweist du monatlich auf dein Rückstellungen-Tagesgeldkonto. Wenn der Betrag dann fällig wird, bezahlst du diesen aus diesem Posten.

 

Urlaub

Bei allem Sparen, darfst du den Urlaub nicht vergessen. Schließlich willst du im Urlaub auch nicht jeden Cent 3-mal umdrehen müssen. Hierfür ist dein Urlaubs-Tagesgeldkonto gut.

 

Rücklagen neues Auto und Reparaturen

Autoschäden oder defekte sind nicht vorhersehbar und dadurch nicht planbar. Damit du auch hier eine gute finanzielle Absicherung hast, überweist du dir vom Kapital-Girokonto eine bestimmte Summe auf dieses Tagesgelkonto. Im Notfall hast du immer was da!

Die Tagesgeldkonten sind Individuell erstellbar. Je nachdem welche Ansprüche du hast. Ich habe dir ein Beispiel dargelegt. Fühl dich frei dieses aufzugreifen und es an deine individuellen Lebensstil anzupassen.

 

Mit einfachen Mitteln zeigen wir dir, wie du mit wenig Aufwand viel Geld sparen kannst und das meist ohne Einschränkungen. Unsere Spartipps lohnen ein Besuch also viel Spaß beim Sparen! 😉

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